Klinikum Bad Bocklet
Klinik
Region: DE Bayern
Kreis: Kreis Bad Kissingen (DE)
Höhe: 230 m
Entfernungen: Bad Kissingen 8, Bad Neustadt 22 km
Klima: Mittelgebirgsklima, sommerkühl, reizarm, sauerstoffreich
Fax: +49 / (0) 97 08 / 79-102
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Rehabilitation von Amputierten an unteren und oberen Extremitäten mit folgenden Krankheitsbildern: lDiabetische Angio- und Neuropathie lAllgemeine Arteriosklerose, M. Buerger-Winiwater lArterielle Embolie lOsteomyelitis lNeuropathien lTumoren lZ. n. Traumen
Definition: Kombination von psychischen, neurologischen, vegetativen, endokrinologischen und funktionellen Störungen mit generalisierten Schmerzen im muskulosklettalem System. Ätiopathogenese Durch anhaltenden familiären, beruflichen oder sozialen Stress mit inadäquater Reaktion kommt es zu einem Überforderungssyndrom mit veränderter Selbstwahrnehmung und Störungen der neuroendokrinen Regulation in unterschiedlicher Ausprägung mit Störungen folgender Regelkreise: lStörung des neuroendokrinologischen Regelkreises: verminderte Serotoninproduktion, Mangel an Serotonin, Überwiegen der Substanz P, erhöhte Schmerzperzeption, erniedrigte Schmerzschwelle, Störungen der zentralen Schmerzverarbeitung lStörung des Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Regelkreises: gestörte Kalzitoninsekretion Morbus Addison - ähnliche Dystonie erhöhte Infektanfälligkeit lIntramuskuläre Störungen: Lokale Stoffwechselstörungen energiereicher Phosphate. Häufigkeit und Verteilung ca. 1 bis 2 % der Bevölkerung Frauen ca. 9x häufiger als Männer betroffen familiäre Häufigkeit bekannt Prodromalstadium bis zu sieben Jahren Altersgipfel ca. 50 Jahre Kardinalsymptome lMuskelschmerzen, Schmerzen an den Insertionsstellen im Thorax-Rücken-Bereich lMüdigkeit, Erschöpfung, geringe Belastbarkeit, Leistungsschwäche lSchlafstörungen, besonders der Tiefschlafphase lDepression lAbsenkung der Schmerzschwelle und erhöhte Anfälligkeit für Schmerzreize Funktionelle Begleitsymptome lKopfschmerzen (Spannungskopfschmerz, Migräne) lColon irritabile lReizblase lDysmenorrhoe lParästhesien lSchwellungsgefühl an Händen und Füßen lRaynaud-Symptomatik lLeck- Darm- Syndrom
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Enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen Orthopädie, Innere Medizin und Psychosomatik ist die unabdingbare Voraussetzung einer erfolgreichen Therapie der Grunderkrankungen. Folgende diagnostische Möglichkeiten stehen zur Verfügung: lKontrolle der Stumpfverhältnisse und der prothetischen Versorgung lADL- und neuropsychologische Diagnostik lErgometrische Leistungsdiagnostik lGanganalyse lRöntgen lSonografie des Bewegungsapparates, der inneren Organe und der Gefäße lNeurophysiologische Diagnostik einschließlich ENG, EMG, evozierte Potentiale lKlinisch-chemisches Labor lLungenfunktionsprüfung lEKG, Langzeit-EKG, Echokardiografie Therapie Ärztliche Therapie lBehandlung von Wundheilungsstörungen lIntensive Schmerztherapie (Medikamente, Nervenblockaden, Akupunktur) lKontrolle der Grunderkrankung durch optimale Einstellung der Stoffwechselparameter, der Herz-, Lungen- und Nierenfunktion Krankengymnastik Ziel: Formen des Stumpfes, Wiedererlernen des Körpergefühls und der Gehfähigkeit Übungen ohne Prothese: lAtem- und Kreislaufgymnastik lSystematisches Training der gesamten Muskulatur der erhaltenen Extremitäten und des Rumpfes lBei ungestörter Wundheilung isometrische Übungen für den Stumpf lFrühzeitig Stehübungen lBei guter Wundheilung frühzeitig Stumpfbelastbarkeitstraining lTransfertraining ohne Prothese lRollstuhltraining lTraining der persönlichen Verrichtungen lVerhalten in Extremsituationen Übungen im Wasser: lEntlastung, Koordinationsschulung lMuskelkräftigung, Widerstandsübungen lSchwimmtraining Übungen mit Prothese: lProthesenhandling, An- und Ausziehen lAufstehen, Stehen, Hinsetzen lGang- und Gangfehleranalyse, Gehschule lÜbungen für den Alltag Sport- und Bewegungstherapie lAusgleichsgymnastik lErgometertraining lMuskelaufbautraining, Koordinationstraining lGefäßtraining lEntspannungstherapie (progressive Muskelrelaxation) Physikalische Therapie Ziel: Formen des Stumpfes, Förderung der Wundheilung, Abhärten der Haut, Lösen von Verwachsungen, Rückbildung von Ödem und Hämatom; Verbessern der Zirkulation, Linderung der Stumpf- und Phantomschmerzen lStumpfbandage lLymphdrainagen lMassagen lElektrotherapie: Diadynamik, TENS, Ultraschall lThermotherapie Ergotherapie Ziel: größtmögliche Selbständigkeit des Patienten, Berücksichtigung des häuslichen Umfelds, Integration von Angehörigen lAktivitäten des täglichen Lebens lAlltagstraining im Sinne von Planung und Organisation im Alltag mit der Behinderung lHilfsmittelerprobung und -versorgung lMotorisch-funktionelles Training Psychotherapie Ziel: Hilfestellung bei der Akzeptanz der Amputation, aktive Auseinandersetzung mit der Trauerreaktion nach Extremitätenverlust, Bewältigung psychischer Krisen, Integration von Angehörigen lPsychodiagnostik lKrankheitsbewältigung lKrisenintervention lPsychologische Schmerztherapie lVermittlung von Entspannungstechniken lAngehörigenberatung
Diagnostik lAnamnese lTender points (Druckschmerz: an mindestens 11 von 18 definierten Punkten) lKontrollpunkte: an höchstens drei Punkten positive Druckschmerzreaktion, an anderen Punkten kein Druckschmerz lFehlende Organerkrankungen lNormale Röntgenbefunde lNormale Laborwerte für Entzündungsparameter, Differentialblutbild, Rheumaserologie, Immunglobuline, Muskelenzyme lAutoantikörper gegen Serotonin, Phospholipide, Ganglioside lEEG normal Differentialdiagnose Tendomyopathie, Tendomyogelose, generalisierte Myotendinose, Triggerpoint-Syndrom, Polymyalgie rheumatica, Eosinophilie-Myalgie-Syndrom. Kollagenosen: Sjögen-Syndrom, Sklerodermie, Arthralgien, Polyarthrosen, Morbus Bechterew, Osteoporose, Chronic-fatigue-Syndrom, larvierte Depression mit Hypochondrie, Neurasthenie, Pseudomyasthenia gravis, Encephalomyelitis disseminata Therapie lÄrztliche Aufklärung von Patient und sozialem Umfeld: über Erkrankung und Therapie, Unterstützung bei gutachterlichen Konfliktsituationen und Berentungsfragen. lPhysiotherapie: Wärme z. B. Fangopackungen, Sandliege, Infrarot-Wärmekabine Kälte, ggf. Kältekammer Krankengymnastik, Medizinische Trainigstherapie vorsichtiges Ausdauertraining, Ergometertraining, Schwimmen, Tai Chi Chuan, Chi Gong Lasertherapie, Elektrotherapie Transkutane Nervenstimulation (TENS) Therapeutische Lokalanästhesie (TLA) Injektion von Lokalanästhetika in spontan schmerzhafte Tender points lPsychotherapie: Entspannungsübungen, Autogenes Training, PME Stressbewältigungsstrategien Schmerzdistanzierungsverfahren Konfliktlösende Gesprächstherapie lMedikation: Analgetika und Coanalgetika; Antidepressiva z.B.: Amitriptylin, Moclobemid, Analgetika, Paracetamol, Tramal, Valoron 5.HT-3-Rezeptor-Antagonisten, z. B. Tropisetron lSozialmedizinische Beratung: Krankengeld Fragen zur Rehabilitation Schwerbehindertenausweis Vermittlungen von Selbsthilfegruppen
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